Kräuterwissen aus dem Tal
Der Duft empfängt einen schon am Tor: harzig, klar, ein bisschen wie ein Waldspaziergang nach dem Regen. Hier werden seit Jahrzehnten ätherische Öle destilliert — aus Latschenkiefer, Fichtennadeln, Pfefferminze und einem Dutzend weiterer Kräuter, die zu großen Teilen aus der Region stammen.
Ein Handwerk mit langem Atem
Die Pflanzen werden frisch geschnitten und in kupfernen Kesseln mit Wasserdampf behandelt. Was aufsteigt, kondensiert und trennt sich langsam: unten das Hydrolat, oben das kostbare Öl. Für einen Liter Latschenkiefernöl braucht es eine erstaunliche Menge Grünzeug — und viel Ruhe.
Nachhaltigkeit als Grundprinzip
Nachhaltigkeit ist hier kein Etikett, sondern Voraussetzung: Wer von der Natur lebt, kann sie nicht ausbeuten. Geerntet wird schonend, die Reststoffe werden kompostiert, die Wege sind kurz. Das Ergebnis sind Öle und Tees, die den Charakter dieser Bergwelt in sich tragen.
Ein Tipp für Besucher: Viele Betriebe bieten Führungen an. Man lernt dabei nicht nur, wie destilliert wird — sondern auch, welche Pflanze am Wegrand wofür gut ist.
Pfalzen